Heiße Köpfe bei Nestlè [Update]
Wenn es derzeit bei einem Konzern in der Online-Abteilung hoch hergeht, dann bei Nestlé. Der deutsche Food-Riese wird zurzeit derart auf sämtlichen Social Media Kanälen angegriffen, wie es bisher...
Dazugehören wollen müssen... Rotkäppchen Sekt wird um ein alkoholfreies Produkt erweitert und in einer großen Kampagne über Print, TV und Online (http://www.alkoholfrei.de/) beworben. Der Claim: "Dazugehören - beim Feiern ein...
Surfing goes Viral Die Firma Quicksilver wird mit einem Video, dass nicht gleich als Werbespot zu erkennen ist, ihrem Surfimage mehr als gerecht. Dieses auf den ersten Anblick als Amateurvideo anmutende Werk zeigt eine...
Ich, du, wir - Generation Upload Vodafone versucht mit Slogan „Es ist deine Zeit“ und einem neuen Markenversprechen eine gaaaanz neue Zielgruppe anzusprechen – die Generation Upload. Hierzu wurde als kick-off eine zeitgleich ins...
Online-TV mit dem Plus an Emotionen Ambilight ist ja schon seit über 2 Jahren auf dem Markt. Der Hersteller Phillips führt LCD-Fernsehgeräte in seinem Portfolio (beispielsweise die Aurea-Serie), welche das dargestellte Fernseh-Bild in...
Wie stark manche Marken im Kopf der Menschen verankert sind, lässt sich leicht testen. Man sagt einfach, dass es das Produkt nicht mehr gibt. Eine schon etwas ältere Kampagne von BurgerKing, der WhopperFreakOut:
Die Reaktionen zeigten vor allem einen absoluten Unglauben, viel Entsetzten, tiefe Traurigkeit, mentale Verwirrung und Hilflosigkeit. Fantastisch! Die Mini-Site dazu kann sich auch sehen lassen und gibt noch mehr Videos und das making-of preis: www.whopperfreakout.com
Der Internetprovider 1&1 geht mit einer neuen Werbeoffensive für Kundenzfriedenheit ins neue Jahr. Seit dem 24.12. läuft ein neuer Werbespot im TV, der mit einem persönlichen Ansprechpartner wirbt. Marcell D’Avis ist Leiter der Abteilung Kundenzufriedenheit. Er wird hier sozusagen als personalisierte Servicegarantie in Szene gesetzt. “Wir lösen jedes Problem” oder so ähnlich wird da verkündet. Die Idee ist ja nicht schlecht: Man sieht eine konkrete Person und fühlt sich somit gleich viel besser. Man denkt nicht mehr an unpersönliche Call-Center, bei denen man meist eh nur von Einem zum Anderen verbunden wird.
Das Problem ist nur, dass 1&1 nicht gerade als kundenfreundlich gilt. in diversen Foren wird sich über die Kundenfreundlichkeit und die Leistung von 1&1 ausgelassen. Das beste Beispiel ist der 1&1-Blog. Die meisten Kommentare hier eher negativ als positiv sind. Also hat Herr D’Avis auf jeden Fall viel zu tun. Mal abwarten wie sich das entwickeln wird.
HP und Partner Intel unterstützen SUMMIT ON THE SUMMIT Kilimanjaro, eine Besteigung des höchsten Berges in Afrika. HP liefert dazu die Technologie und kümmert sich um das Marketing. Dazu gehören ein TV-Spot, die Internetseite zur Tour und die ganze social Media Batterie, wie Twitter usw. Doch wer jetzt denkt alles diene ausschließlich reinen Werbezwecken ohne jeglichen Hintergrund, der liegt falsch – Es geht um einen guten Zweck: Die Kampagne soll auf die weltweite Wasserknappheit aufmerksam machen.
HP stattet die Teilnehmer der Expedition mit den neuen ultraleichten HP-Notebooks aus, so dass sie mit der Außenwelt in Kontakt bleiben. Auf der Homepage kann man dann aktuelle Videos Bilder zur Tour ansehen. Zusätzlich kann man spenden und kann sich dadurch mit seinem Namen auf der Homepage verewigen.
Fazit: Super Idee und sicherlich ein großer Imagegewinn für HP und Intel
Es ist Werbung, klar. Aber vielleicht ist es etwas mehr als das – Poesie.
Das Ganze wird mit einem kleinen Blog unterstützt, auf dem jeder seine “Hymne des Machens” veröffentlichen kann.
Vor ein paar Wochen berichteten wir über den neuen TV Spot von Rotkäppchen Alkoholfrei mit dem Slogan “Dazugehören – beim Feiern ein gutes Gefühl!” Nach diverser Kritik (unter anderem unsere) sah ich den Spot heute erneut im Fernsehen – aber ohne den fraglichen Slogan! Hat man erkannt, dass die Aussage in die falsche Richtung ging? Auf der Homepage jedoch heißt es weiterhin
So gehören Sie in der fröhlichen Runde dazu. Ein gutes Gefühl.
Rotkäppchen Sekt wird um ein alkoholfreies Produkt erweitert und in einer großen Kampagne über Print, TV und Online (http://www.alkoholfrei.de/) beworben. Der Claim: “Dazugehören – beim Feiern ein gutes Gefühl”.
Im Spot ist eine Gruppe junger Frauen zu sehen, eine davon trinkt alkoholfrei und bleibt “unerkannt”. Obwohl sie also keinen Alkohol trinkt, hat sie Spaß! Für die Verantwortlichen von Rotkäppchen-Mumm ist es ganz klar etwas Neues und Unglaubliches: Man kann auch ohne Alkohol Spaß haben und mit dem Sekt sogar so tun als würde man richtig mitrinken, schließlich will man unbedingt “dazugehören”. Auch der Claim geht in die Richtung: “ein gutes Gefühl” beim Feiern zu haben, so tun als ob.
Irgendwie ein falscher Ansatz, als Sektrinker möchte ich mich nicht unter Gruppenzwang an irgendwelche Menschen ketten, ich möchte den Geschmack genießen. Genau in diese Richtung, der unverfälschte Geschmack des Alkoholfreien, geht ja auch z.B. der Spot von Krombacher.
In der PR-Sprache der Pressemitteilung klingt es dann so:
Diese aufmerksamkeitsstarke Kampagne richtet sich an alle Sektliebhaber, die ganz bewusst in typischen Sektsituationen, wie einer Geburtstagsfeier im Büro oder beim Sektfrühstück, aus unterschiedlichsten Gründen zwar auf Alkohol verzichten möchten – nicht aber auf das von Rotkäppchen Sekt gewohnte Genusserlebnis.
Einen ersten Kommentar in einem Forum gibt es auch schon: “Und wenn irgendwer mich dazu bringt, dass ich mal wieder “dazugehören” möchte, dann kann der mich mal gernehaben.” Auch hier wird darüber diskutiert. Oder hier.
Thomas hatte bereits vor ein paar Tagen über die Irrungen von Statistik und Marktforschung geschrieben. Daran musste ich auch denken, als der neue Spot von BurgerKing über den TV flimmerte – ein komplettes BurgerKing wurde schwarz verhüllt und die Menschen zum blinden Essen eingeladen. Dann wurden willkürlich und ohne jegliche Nennung von Zahlen, Prozenten oder Grundgesamtheit irgendwelche Leute interviewt, die natürlich sofort den Burger von BK erkennen konnten. Lassen sich die Zuschauer so schnell veräppeln? Wieso wurden nicht stylisch ein paar Auswertungen mit reingenommen? Ob es am tatsächlichen Ergebnis lag?
In dem Kontext kann ich übrigens den Besuch von “Dinner in the Dark” in Hamburg empfehlen. Das von Blinden und Segeschädigten geführte Restaurant lädt zum Erlebnis der besonderen und bewegenden Art ein – man bekommt einen ganz kleinen Eindruck davon, wie schwer und anders das Leben ohne Augenlicht sein muss. Weitere Aktivitäten von “Dialogue in the Dark”.
Neulich in einer Online Community: Jemand eröffnete einen Thread, der einfach nur den Claim der neuen Axe-Werbung zitierte. Dem Ersteller des Beitrags ging es dabei aber in keinster Weise darum, sich über den Spot zu unterhalten, nein, er wollte auf etwas ganz anderes hinaus: Menschliche Verhaltensweisen. Interessanterweise hat dies von den Communitymitgliedern nur keiner verstanden. So wurde fleißig über die Werbung schwadroniert, und die Leute, die den Spot bisher noch nicht kannten, setzten sich auf einmal mit Axe auseinander und manche überlegten sogar das Produkt zu kaufen. Es ist zwar kein virales Marketing, aber für mich ein Beweis, dass keine gute Marketingaktion umsonst ist. Letztendlich wird auch so Word-of-Mouth angeregt.
Die Daimler AG schaltete für Ihre Marke Mercedes-Benz Ende Februar 2009 eine witzige Image-Kampagne zur Festigung ihres Markenwertes Sicherheit. Der Spot war als Vorbereitung für die Markteinführung der neuen E-Klasse (Mitte März 2009) gedacht und spielt auf die zahlreichen Sicherheitsmerkmale und Assistenzsysteme des Fahrzeugs an. Eher untypisch für Mercedes-Benz wird in dieser Kampagne auf das Kindchen-Schemas zurückgegriffen und fällt damit positiv aus der Reihe der meisten bisherigen Kommunikationsmaßnahmen. Dass, laut der Presseseite von Daimler (http://media.daimler.com), in diesem Fall speziell auf den neuen Assistenten “Attention Assist”, einen Helfer gegen die Müdigkeit am Steuer, hingewiesen werden sollte, lässt sich nur aus dem Spot allerdings nicht herauslesen.
Einer der neusten TV-Spots von Mercedes-Benz ist dieser hier:
Die Idee ist ja grundsätzlich nicht ganz schlecht, allerdings kann die Ansprache der “jungendlichen” Zielgruppe nicht erfolgreich realisiert werden. Es reicht nicht ein paar mal das Wort “Hippie” zu kommunizieren und ansonsten die übliche Strategie für die ältere, gediegene Zielgruppe zu verfolgen. Auch die Pointe mit dem Zusammenhang zwischen “Hippie” und “Blue Efficiency” ist nicht schlüssig. Wo sind hier die parallelen Assoziationen?
Consumer Behaviour
"Involvement: Die Ich-Beteiligung bzw. das gedankliche Engagement und die damit verbundene Aktivierung mit der sich eine Person einem Sachverhalt oder einer Aktivität zuwendet." Kroeber-Riel Weinberg
Event-Marketing "
Veranstaltungen: personendominant erstellte Dienstleistungsangebote mit begrenzter zeitlicher Nutzenstiftung, die unter raumzeitlicher Integration mehrerer Nachfrager abgegeben werden. Quelle: Wochnowski, H.: Veranstaltungsmarketing