Heiße Köpfe bei Nestlè [Update]
Wenn es derzeit bei einem Konzern in der Online-Abteilung hoch hergeht, dann bei Nestlé. Der deutsche Food-Riese wird zurzeit derart auf sämtlichen Social Media Kanälen angegriffen, wie es bisher...
Dazugehören wollen müssen... Rotkäppchen Sekt wird um ein alkoholfreies Produkt erweitert und in einer großen Kampagne über Print, TV und Online (http://www.alkoholfrei.de/) beworben. Der Claim: "Dazugehören - beim Feiern ein...
Surfing goes Viral Die Firma Quicksilver wird mit einem Video, dass nicht gleich als Werbespot zu erkennen ist, ihrem Surfimage mehr als gerecht. Dieses auf den ersten Anblick als Amateurvideo anmutende Werk zeigt eine...
Ich, du, wir - Generation Upload Vodafone versucht mit Slogan „Es ist deine Zeit“ und einem neuen Markenversprechen eine gaaaanz neue Zielgruppe anzusprechen – die Generation Upload. Hierzu wurde als kick-off eine zeitgleich ins...
Online-TV mit dem Plus an Emotionen Ambilight ist ja schon seit über 2 Jahren auf dem Markt. Der Hersteller Phillips führt LCD-Fernsehgeräte in seinem Portfolio (beispielsweise die Aurea-Serie), welche das dargestellte Fernseh-Bild in...
Es gibt mittlerweile viele richtig gute Videos, die die erstaunlichen Zahlen rund um Social Media präsentieren. Ein neues Video, ebenfalls toll:
Doch gerade diese Fakten sind es, die eine Art “Social Media Goldrush” auslösen und so manches Unternehmen eher kopflos in die Social Media steuern lässt. Zu der Problematik eine gute Präsentation für Fortgeschrittene:
Wie stark manche Marken im Kopf der Menschen verankert sind, lässt sich leicht testen. Man sagt einfach, dass es das Produkt nicht mehr gibt. Eine schon etwas ältere Kampagne von BurgerKing, der WhopperFreakOut:
Die Reaktionen zeigten vor allem einen absoluten Unglauben, viel Entsetzten, tiefe Traurigkeit, mentale Verwirrung und Hilflosigkeit. Fantastisch! Die Mini-Site dazu kann sich auch sehen lassen und gibt noch mehr Videos und das making-of preis: www.whopperfreakout.com
Seit der Einführung von Windows 7 im Oktober letzten Jahres hat Microsoft eine umfangreiche Imagekampagne gestartet. Das neue System sei einfacher zu bedienen, der Zugriff auf Fotos, Musik und Dokumente würde vereinfacht, die Verbindung zu externen Geräten sei einfacher… so wird es auf der Homepage des Herstellers kommuniziert (siehe: Entdecke Windows 7). Das Wörtchen “einfach” ist das neue Schlagwort.
Um diese Botschaft an potentielle Kunden zu bringen, wurden auf einer Fülle von besuchsstarken Sites statische und animierte Banner geschalten. Auf www.zeit.de war heute folgender folgender Skyscraper zu sehen:
Zu sehen ist ein Typ, der aussieht als wäre er einer Krimiverfilmung entsprungen (siehe auch den Hintergrund) und sich selbst zitiert:
“Macht es einfacher.” Sein Resümee darauf: “Jetzt ist es einfacher. Na, das war ja einfach.”.
Fühlt man sich von diesem geistreichen Monolog angezogen und möchte man unbedingt mehr über diesen sag-mir-was-und-ich-mache-es-Zusammenhang herausfinden, klickt man auf jetzt entdecken und erblickt auf der Site von Windows 7 folgenden Rectangle:
Hier schaut einen dann ein Mädel an und meint:
“Ich bin ein PC. Und Windows 7 war meine Idee”
Ok, wenn ein Customer sich gegenüber dem Hersteller äußert (auf welchem Wege auch immer) und auf Verbesserungs- bzw. Vereinfachungsbedarf einer Software hinweist, dann kann man das ja noch nachvollziehen – auch wenn hier nie ein so direkter Zusammenhang ersichtlich wird, wir oben beschrieben. Es kann sogar animieren selber aktiv zu werden.
Wenn aber ein User (und das Mädel des Banners macht ja den Eindruck, als wäre sie ein normaler User) sagt, Windows 7 sei seine Idee, dann ist das schon weniger glaubwürdig. Die Identifikation “Ich bin ein PC” ist auch weit hergeholt, wenn auch nichts neues. Seit Jahren schon wirbt Konkurrent Apple mit seinen Mini-Spots “I’m a Mac and I’m a PC”. Allerdings sagen das zwei Personen in den Spots, die die Produkte beider Hersteller personifizieren und karikieren – und nicht normale User, die bis auf die Knochen in den Produkten aufgehen.
Für mich wird die kommunikative Leitidee von einem einfacheren und schlankeren System, die ja durchaus mit dem Produkt an sich übereinstimmt und wenig kognitive Dissonanz hervorruft, nur schlecht in entsprechend kommunizierte Botschaften transformiert und büsst dadurch viel Schlagkraft ein. Die Glaubwürdigkeit der Slogans könnte gesteigert werden, indem ein weniger abstrakterer Bezug zum User gewählt werden würde.
Was sagen unsere Leser dazu?
Hier noch einer der zahlreichen begleitenden Werbespots von Microsoft:
Heute ist es wieder so weit – Apple veröffentlicht ein neues Produkt, das sicherlich total innovativ und toll sein wird. Aber wieso sind diese Events gerade bei Apple immer wieder begleitet von einem allgemeinen medialen Hype, der bei anderen Unternehmen in der Form nie auftritt? Nun, das liegt sicherlich an der großen Fan-Gemeinde, auch Apple-Jünger genannt. Aber es wird auch intendiert. Es ist kein Zufall, dass immer wieder einzelne Details, Gerüchte, unscharfe Fotos oder irgendwelche Produktnamen in Blogs und Tweets auftauchen. Apple forciert diese undichten Stellen – die Risse in der Nicht-Informationsstrategie sind gewollt. Das war schon lange meine Vermutung und vor einigen Wochen gab es eine Aussage vom ehemaligen Apple Marketing Chef Martellaro, dass die Informationen in Bruchstücken extrem gezielt und sensibel ausgestreut werden. Die Ziele dabei:
to light a fire under a recalcitrant partner
to float the idea of the $1,000 price point and gauge reaction
to panic/confuse a potential competitor about whom Apple had some knowledge
to whet analyst and observer expectations to make sure the right kind and number of people show up at the (presumed) event. Apple hates empty seats and demands SRO at these events.
Er geht sogar so weit:
The way it works is that a senior exec will come in and say, “We need to release this specific information. John, do you have a trusted friend at a major outlet? If so, call him/her and have a conversation. Idly mention this information and suggest that if it were published, that would be nice. No e-mails!”
So sind dann auch einzelne Tweeter (Jason) zu erklären, die tatsächlich das neue Tablet in Gebrauch haben. Andere Unternehmen haben auch die Chance erkannt, diesen starken Buzz zu erzeugen und versuchen sich ebenfalls in einer Art Leaking-Strategy. So hat Google seinen Mitarbeitern das neue Nexus One einige Wochen vor der Veröffentlichung in die Hand gegeben. Daraufhin wurde natürlich heftig getweetet und gebloggt.
Für mich ist AR (Augmented Reality) immer noch eines der next big things mit großem Potential für aufsehenerregende Werbung. Ein kleines Beispiel von BMW. Man druckt sich einfach ein Z4-Blatt aus, startet die (gratis) Software und kann seinen eigenen Z4 zum Leben erwecken. Klasse!
“Dieses Lied ist für dich” – Hansaplast lädt ein zu einer eiskalten Vorführung. Die kältesten Füße der Welt singen und tanzen, ganz im Retro-Stil. Wirklich süß und sympathisch gemacht, aber wieso. WIESO, W-I-E-S-O verknüpft man diese nette Seite nicht mit Social Media? Kein Facebook, kein Twitter, kein Digg, etc etc. Das ist wirklich sehr schade, hier wird das verschenkt, was nicht verschenkt werden darf – das Weiterempfehlungspotential. Verlink ich die Seite auf Facebook, können es all meine Freunde sehen, auf Twitter sogar theoretisch jeder. Aber hier wird wieder nur auf einen kleinen Weiterempfehlungslink-per-Email gesetzt.
Etwas richtig Neues gibt es ja nun nicht allzu oft. Virals greifen zwar immer wieder neue Ideen auf, logisch, aber ein YouTube-Clip bleibt ein YoutTube-Clip. Die Spiele-Schmiede Capcom hat zusammen mit GameTrailers.com eine neue Art von Trailer geschaffen.
Dadurch, dass die Nutzer das Video nicht nur sehen können, sondern davon regelrecht “angegriffen” und gezwungen werden zu reagieren, ist die User-Experience eine völlig andere. Der Trailer bewirbt das neue Spiel “Resident Evil The Darkside Chronicles” und lässt die Fans schon vor dem Kauf die gewünschten Gefühle spüren – Angst, Erschrecken und Horror.
Der virale Effekt ist sozusagen schon vorprogrammiert, auf GameTrailers.com gibt es natürlich eine Menge Sharing-Optionen.
Der Trailer ist übrigens hier zu sehen. Ein paar Kommentare:
crazy never seen anything like this before
Ok, this must be advertising at its finest (next to sexual appeal, of course) I think I need to get this now…
That was actually one of the coolest trailers I’ve ever seen… and I really, REALLY hate Resident Evil
“The best air race pilot ever” – ist eine Kampagne, die von der DSG – einer Agentur aus Hamburg – zum Launch des Modelabels killathrill.com. Neben einem viral verbreiteten Clip (siehe unten), einer eigenen Website des Akteurs wurde auch ein Twitter-Profil angelegt. Innerhalb der ersten 6 Wochen wurde der Viralcilp bereits über 5 Mio. mal angesehen.
an Christoff: Ich bin nicht faul, hab nur viel zu tun zur Zeit
Die kleine Seite www.autistvz.de verleitet dazu, sämtliche Online-Profile zu löschen, von StudiVZ bis Xing. Eine coole Idee mit sehr wenig Aufwand, die (relativ) subtil die eigentliche Werbebotschaft versteckt:
Nehmen Sie alles nicht so ernst – nur unser Versprechen: es gibt sie noch – die reale Welt, mit echten Menschen, echtem Bier, echten Unterhaltungen: A&O HOSTELS = Sparen x Spaß² – wirklich treffen. wirklich leben. wirklich sein.
Consumer Behaviour
"Involvement: Die Ich-Beteiligung bzw. das gedankliche Engagement und die damit verbundene Aktivierung mit der sich eine Person einem Sachverhalt oder einer Aktivität zuwendet." Kroeber-Riel Weinberg
Event-Marketing "
Veranstaltungen: personendominant erstellte Dienstleistungsangebote mit begrenzter zeitlicher Nutzenstiftung, die unter raumzeitlicher Integration mehrerer Nachfrager abgegeben werden. Quelle: Wochnowski, H.: Veranstaltungsmarketing