H&M Social Media Katastrophe vor dem Durchbruch?
Posted on : 08-01-2010 | By : Christoff | In : Twitter
Schlagwörter:facebook, negativbeispiel, social media, Twitter, web 2.0
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Laut einem Bericht der New York Times hat eine H&M Filiale in den USA (NY) Winterkleidung weggeschmissen. So weit, so gut. Es wurde aber auch noch eine vollkommene Dekonstruktion und Zerstörung der Kleidung vorgenommen. Da fragt sich nun der geneigte Zuschauer – Wieso? Wieso spendet die Filiale nicht die Kleidung an die Obdachlosen in New York, die gerade in diesen Wochen eine verdammt harte und lebensbedrohliche Zeit vor sich haben?
Entsprechend könnte eine weitere Social Media Katastrophe (aus der Sicht von H&M) ausbrechen. Die Fanpage auf Facebook wird bereits mit Unverständnis konfrontiert, auch die Echtzeitergebnisse von Twitter versprechen weiteren Ärger.
Die Reaktion seitens des Unternehmens – es wurde kurz gesagt, dass man den Vorfall untersuchen wolle. Und macht dennoch normal weiter mit Updates auf Facebook, die irgendeine neue Modelinie zeigen. So sieht kein Krisenmanagement aus. Aber vielleicht wurde diese Krise noch gar nicht richtig erkannt?




Eigentlich ist es logisch, H&M will vermeiden, dass jemand die ware aus dem Müll nimmt und weiterverkauft (Graumarkt). Es gab ja sicher einen Grund (Qualität / Überbestand etc.) für das Wegwerfen.
hm ja, ein wenig schon. Wahrscheinlich wird der Masse erst bei solchen storys bewusst, wie sarkastisch die Welt ist. Und das social web verstärkt die Geschwindigkeit der Ausbreitung und die Masse der Zuhörer solcher Entwicklungen.
Das gleiche Beispiel gibt es doch für Supermarktketten, die werfen auch ware weg die eigentlich noch nicht verfallen ist.
Bei den Supermarktketten gibt es aber auch immer mal wieder Kooperationen mit örtlichen Tafeln etc. Dies funktioniert ja auch soweit ohne größere Probleme.
Das ist eine Frage der Organisation und der Kommunikation. Kleidung auf der Strasse den Obdachlosen verschenken könnte schon zum Problem werden. Aber man könnte ja bei H&M auch nicht verkäufliche Ware zentral sammeln und lagern und dann beispielsweise in Katastrophengebiete (Haiti…) als Unterstützungsleistung einsenden.
Käme sicher gut beim Kunden an, ein sozial engagiertes Unternehmen…
Naja da kommt ja wieder der Kostenfaktor ins Spiel: Man bräuchte ein großes Lager, um die Klamottem dort uz lagern. Und wir wissen ja alle wie das ist: Kosten senken und nochmal Kosten senken (zumindest machen das die IBLer so)
Ein positives Beispiel für die Nutzung von twitter ist Otto. Dort schreiben drei Personen über den twitter-Account http://twitter.com/Otto_de und haben mittlerweile knapp 10.000 Follower.
Es gibt auch einen direkten E-Mail-Kontakt (twitter@otto.de) sowie zahlreiche Replies auf Anfragen und Tweets…