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JAKO – Social Media Negativ-Beispiel par excellence

Posted on : 03-09-2009 | By : Christoff | In : Allgemein, Twitter, online-pr

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Größeren Konzernen ist glaube ich zum Großteil schon klar, wie man sich in den Weiten des Web 2.0 und des Social Media bewegt. Man sollte offen sein, kommunikativ, proaktiv, Kritik vertragen und sich der Diskussion offen stellen. Das mögen die Menschen und das bringt, wenn denn richtig durchgezogen, nur Positives. Bei kleineren Unternehmen ist es wiederum verständlich, dass Begriffe wie Blogs oder Twitter vielleicht beim Praktikanten bekannt sind, der Geschäftsleitung aber weniger.

JAKO, Sportartikelhersteller aus Mulfingen-Hollenbach, sah einen Blog-Beitrag über sein neues Logo, fand die Kritik schlecht -> Abmahnung an den Blogger mit Forderung in Höhe von 1085 Euro. Der nette Blogger bezahlt sogar und hofft auf ruhigere Zeiten. Wieso hat JAKO nicht einfach dem Blogger geantwortet auf seine Kritik und nach Gegenvorschlägen gefragt? Vielleicht wäre eine lebendige Diskussion mit Lesern (und potentiellen Käufergruppen) entbrannt… Aber noch nicht genug. Nun ist der Blog-Beitrag noch über einen dieser zahlreichen Nachrichtenaggregatoren verfügbar (Newstin), das merkt JAKO (oder eher die Anwälte) recht schnell und noch schneller flattert die nächste Abmahnung in Höhe von 5.100 Euro ins Haus.

Wir können froh sein, dass es in Deutschland eine einigermaßen lebendige Blogosphäre gibt. Auf diese Weise kann man solche Nachrichten verbreiten und dieser absoluten Frechheit vielleicht ein wenig Gegenwind verschaffen.

Reaktionen: Handelsblatt, allesaußersport-Blog (ellenlanger Kommentar-Feed!), spiegel.de, 495 recent posts for JAKO auf icerocket, Telepolis.de wähnt solche Vorfälle als beste Wahlhelfer für die Piratenpartei, heise.de, netzpolitik.org, etc. etc. Man beachte allein die Reichweitenstärke vom Handelsblatt, heise.de oder spiegel.de.

Der Aufbau einer starken Marke braucht Jahre – zerstört werden kann sie im Umfeld von Web 2.0 schneller als manchem Marketingmanager lieb ist…

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Comments (1)

[...] die Abmahngeschichte folgt nun endlich eine Entschuldigung des Sportartikelherstellers JAKO. Man habe eindeutig [...]

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