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Windows 7 war meine Idee.

Posted on : 30-01-2010 | By : Thomas | In : Allgemein, Virales Marketing, Werbung, image, imagekampagne, online-marketing, online-pr, pr

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Seit der Einführung von Windows 7 im Oktober letzten Jahres hat Microsoft eine umfangreiche Imagekampagne gestartet. Das neue System sei einfacher zu bedienen, der Zugriff auf Fotos, Musik und Dokumente würde vereinfacht, die Verbindung zu externen Geräten sei einfacher… so wird es auf der Homepage des Herstellers kommuniziert (siehe: Entdecke Windows 7). Das Wörtchen “einfach” ist das neue Schlagwort.

Um diese Botschaft an potentielle Kunden zu bringen, wurden auf einer Fülle von besuchsstarken Sites statische und animierte Banner geschalten. Auf www.zeit.de war heute folgender folgender Skyscraper zu sehen:

Zu sehen ist ein Typ, der aussieht als wäre er einer Krimiverfilmung entsprungen (siehe auch den Hintergrund) und sich selbst zitiert:

“Macht es einfacher.” Sein Resümee darauf: “Jetzt ist es einfacher. Na, das war ja einfach.”.

Fühlt man sich von diesem geistreichen Monolog angezogen und möchte man unbedingt mehr über diesen sag-mir-was-und-ich-mache-es-Zusammenhang herausfinden, klickt man auf jetzt entdecken und erblickt auf der Site von Windows 7 folgenden Rectangle:

Hier schaut einen dann ein Mädel an und meint:

“Ich bin ein PC. Und Windows 7 war meine Idee”

Ok, wenn ein Customer sich gegenüber dem Hersteller äußert (auf welchem Wege auch immer) und auf Verbesserungs- bzw. Vereinfachungsbedarf einer Software hinweist, dann kann man das ja noch nachvollziehen – auch wenn hier nie ein so direkter Zusammenhang ersichtlich wird, wir oben beschrieben. Es kann sogar animieren selber aktiv zu werden.

Wenn aber ein User (und das Mädel des Banners macht ja den Eindruck, als wäre sie ein normaler User) sagt, Windows 7 sei seine Idee, dann ist das schon weniger glaubwürdig. Die Identifikation “Ich bin ein PC” ist auch weit hergeholt, wenn auch nichts neues. Seit Jahren schon wirbt Konkurrent Apple mit seinen Mini-Spots “I’m a Mac and I’m a PC”. Allerdings sagen das zwei Personen in den Spots, die die Produkte beider Hersteller personifizieren und karikieren – und nicht normale User, die bis auf die Knochen in den Produkten aufgehen.

Für mich wird die kommunikative Leitidee von einem einfacheren und schlankeren System, die ja durchaus mit dem Produkt an sich übereinstimmt und wenig kognitive Dissonanz hervorruft, nur schlecht in entsprechend kommunizierte Botschaften transformiert und büsst dadurch viel Schlagkraft ein. Die Glaubwürdigkeit der Slogans könnte gesteigert werden, indem ein weniger abstrakterer Bezug zum User gewählt werden würde.

Was sagen unsere Leser dazu?

Hier noch einer der zahlreichen begleitenden Werbespots von Microsoft:

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Apple´s geniale Leaking-Strategie

Posted on : 27-01-2010 | By : Christoff | In : Allgemein, Twitter, Virales Marketing

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Heute ist es wieder so weit – Apple veröffentlicht ein neues Produkt, das sicherlich total innovativ und toll sein wird. Aber wieso sind diese Events gerade bei Apple immer wieder begleitet von einem allgemeinen medialen Hype, der bei anderen Unternehmen in der Form nie auftritt? Nun, das liegt sicherlich an der großen Fan-Gemeinde, auch Apple-Jünger genannt. Aber es wird auch intendiert. Es ist kein Zufall, dass immer wieder einzelne Details, Gerüchte, unscharfe Fotos oder irgendwelche Produktnamen in Blogs und Tweets auftauchen. Apple forciert diese undichten Stellen – die Risse in der Nicht-Informationsstrategie sind gewollt. Das war schon lange meine Vermutung und vor einigen Wochen gab es eine Aussage vom ehemaligen Apple Marketing Chef Martellaro, dass die Informationen in Bruchstücken extrem gezielt und sensibel ausgestreut werden. Die Ziele dabei:

  • to light a fire under a recalcitrant partner
  • to float the idea of the $1,000 price point and gauge reaction
  • to panic/confuse a potential competitor about whom Apple had some knowledge
  • to whet analyst and observer expectations to make sure the right kind and number of people show up at the (presumed) event. Apple hates empty seats and demands SRO at these events.

Er geht sogar so weit:

The way it works is that a senior exec will come in and say, “We need to release this specific information. John, do you have a trusted friend at a major outlet? If so, call him/her and have a conversation. Idly mention this information and suggest that if it were published, that would be nice. No e-mails!”

So sind dann auch einzelne Tweeter (Jason) zu erklären, die tatsächlich das neue Tablet in Gebrauch haben. Andere Unternehmen haben auch die Chance erkannt, diesen starken Buzz zu erzeugen und versuchen sich ebenfalls in einer Art Leaking-Strategy. So hat Google seinen Mitarbeitern das neue Nexus One einige Wochen vor der Veröffentlichung in die Hand gegeben. Daraufhin wurde natürlich heftig getweetet und gebloggt.

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Adgames – welche Unternehmen setzen auf apps fürs iPhone & iPod?

Posted on : 09-07-2009 | By : Christoff | In : Allgemein, Virales Marketing, adgames, imagekampagne, online-marketing

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Ich muss ja zugeben, lange Zeit war ich gegen Apple wirklich resistent – auf den Hype wollte ich einfach nicht aufspringen; Produkte zu sehr als Lifestyle-Begleiter positioniert, zu wenig Features für zu viel Geld. Doch als sich ein Freund das neue iPhone 3GS angeschafft hat und es keinen Verwendungszweck für seinen iPod Touch gab, konnte ich recht günstig zuschlagen.
Gehen wir mal nicht auf die geniale Bedienungsfreundlichkeit oder technische Details ein – mir geht’s um die zahlreichen Apps (application), die im iTunes Store mit einem Klick verfügbar sind. Ob Kalorienzähler, alle möglichen Büro-Apps oder witzige Zeitvertreiber, hier kann man jeden Tag etwas Neues entdecken.
Falls ein App pfiffig gemacht wird, hat es durchaus das Zeug zu viraler Durchschlagskraft. Selbst Massenmedien berichten teilweise von bestimmten Apps. Man denke an „iBeer“ (iBeer auf itunes) – millionenfach runtergeladen und medialer Buzz:

Wäre auf diese Idee ein Marketingmanager einer Brauerei drauf gekommen…
Was mich etwas wundert – wieso setzen so wenige Unternehmen auf diese große Chance, mit einer cleveren Idee und guten Umsetzung eigenes Branding und Werbebotschaften zum Nutzer zu transportieren? Games sind hierzu immerhin sehr gut geeignet, das haben auch Untersuchungen zu Adgames gezeigt. Laut einer Studie des Bochumer Instituts für angewandte Kommunikationsforschung (BIFAK) glaubten die Konsumenten zwar, dass sie die Werbebotschaft ignorieren können. Im Ergebnis zeigte sich jedoch, dass sich 82 Prozent an die Namen der Werbepartner der Spiele erinnerten. Über Highscores die mit Freunden geteilt werden und dem entstehenden Word-of-mouth könnten Unternehmen längerfristige Kontakte mit ihrer Zielgruppe herstellen.

Ist die Herstellung eines iPhone-fähigen apps zu teuer, gibt es keine Ideen für die Integration der USPs in eine schöne Spielidee?
Wie bereits angemerkt, gibt es erst wenige gebrandete apps. Ich habe mir mal angeschaut, welche Unternehmen bereits apps  fürs iPhone und iPod als Werbeinstrument einsetzen.

Mercedes AMG

Begleitend zur AMG-Kampagne. 360-Grad-Kampagne, Agentur: 29HD Network.

Mercedes AMG auf itunes

Mercedes Quartett

Schönes Spiel für alle Liebhaber alter Mercedes-Modelle.

Mercedes Quartett auf itunes

Volkswagen Polo Challenge

Grafisch wirklich sehr hübsch, die Bedienung fand ich jedoch etwas zu hakelig.

Volkswagen Polo Challenge auf iTunes

Virtual Zippo Lighter

Einmal aus dem Handgelenk schütteln und das Zippo-Feuerzeug geht auf, mit der typischen Daumenbewegung entzündet man die Flamme (die sogar auf Bewegungen und den Versuch sie auszupusten reagiert!)

Virtua Zippo auf iTunes

uHear

Das Programm von Unitron Hearing Limited zeigt mit einem eindrucksvollen Selbsttest, wie es um das persönliche Hörvermögen steht. Ein naheliegendes app für einen Hörgeräte-Anbieter.

uhear auf iTunes

Neben den wenigen adgames, die die Markenbotschaft großer Konzerne verkünden, gibt es natürlich auch noch funktionelle Mini-Kopien diverser Webseiten. Beispielsweise sind applications von wetter.com, N24, Radio Energy, Skype, ICQ, sport1.de, guenstiger.de, eBay, facebook, stern.de oder studiVZ verfügbar. Kennt jemand noch gute applications, die Markenbotschaften transportieren?

Update:

Es scheint laut 2-Blog nicht wirklich einfach zu sein, ein App im iTunes-Store zu platzieren. Apple ist laut dem Beitrag recht unwillig, Kriterien oder eine transparente Zulassungspolitik zu veröffentlichen.

Derzeit sind über 56.500 Apps im Store gelistet… wow! (Quelle)

Apple-Freaks gehen davon aus, dass im September eine neue iPod-Version kommt. Laut TechCrunch sogar mit Video :)

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